23.03.08

Wir wünschen allen ein frohes Osterfest!

21.03.08

Am vergangenen Wochenende war ein besonderes Ereignis: Die Konfirmation von Bettina! Sie hat sich damit bewusst für den christlichen Glauben und die Kirchenzugehörigkeit entschieden. Da es für jeden hier auf dem Jugendhof eine freiwillige Entscheidung ist diesen Schritt zu gehen, feiern wir diesen Anlass auch nicht so häufig.
Am Sonntag ging es dann morgens in die Kirche nach Steinau. Gleich zu Anfang gab es dann erstmal einen Fototermin. Und nach dem Gottesdienst ging es dann zum Mittagessen und Kaffeetrinken nach Lamstedt.
Eine rundum gelungene Feier.

Vor kurzem sind bei uns auch einige Kaninchen aus dem großen Gehege entkommen! Scheinbar hielten einige Krampen nicht mehr und sie konnten den Draht zur Seiten drücken. Die Einfang-Aktion dauerte selbst mit Kescher und selbstgebauten Fallen einige Stunden. Machte den Beteiligten aber trotzdem Spaß.

 

10.03.08

Es sind schon wieder Ferien, man glaubt es kaum! Ostern kommt dieses Jahr irgendwie eher als sonst…
In der Zwischenzeit ist bei uns ein neues Kind eingezogen! Ein sechsjähriger Junge der bei uns eine neue Bleibe gefunden hat. Damit ist er der jüngste Bewohner hier am Jugendhof.
Hier für alle interessierten Leser noch der Zeitungsartikel aus der Niederelbe-Zeitung vom 19. Februar 2008 über den Jugendhof Steinau:


Tiere als pädagogische Hilfskräfte

Hund, Ponys, Kaninchen oder Ziegen werden auf dem Jugendhof Steinau ganz bewusst eingesetzt

Steinau (wip). Die offizielle Bezeichnung lautet stationäre Unterbringung, die inoffizielle Kinderheim und die alltägliche schlicht und einfach Jugendhof. Der alte Resthof im Süderende von Steinau bietet zurzeit sechs Kindern im Alter von neun bis 17 Jahren ein Zuhause.

Bild aus der Niederelbe-Zeitung

Das pädagogische Team will mit einem geregelten familiären Umfeld die Jungen und Mädchen in ihrer Entwicklung erzieherisch un­terstützen, damit sie später ihr Leben selbst meistern können.
Im Jugendhof Steinau e.V. - ausgestattet mit insgesamt acht Heimplätzen - wird mit Kindern gearbeitet, die am Rande der Gesellschaft stehen und deren Ursprungsfamilien ihnen nicht die notwendige Unterstützung geben können.
Einige haben schon mehrere Pflegefamilien durchlaufen. Es sind junge Menschen, die häufig Gewalt erlebt haben und teilweise hochtraumatisiert sind. Ihnen bietet der Jugendhof Steinau Halt und familiäres Umfeld. Seit über 30 Jahren gibt es das „Kinderheim mit familiärem Flair", so die eigene Be­zeichung. Das ursprünglich alter­native 68er-Projekt ist dabei seinem Grundsatz treu geblieben: Gemeinsames Leben von Kindern, Mitarbeiterteam und Tieren und damit ein bewusster Gegenentwurf zur klassischen Heimunterbringung mit Schichtbetrieb.
Kindern aus problematischen Umfeldern wird hier eine Ersatzfamilie geboten, mit soviel Normalität, aber auch soviel professioneller Unterstützung wie möglich.
Die meisten der Kinder weisen Beeinträchtigungen im schulischen Lernen auf sowie in ihrer geistigen, emotionalen und sozialen Entwicklung. Sie benötigen ganz besondere, individuelle Förderungen, die auch in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Schulen, mit Ärzten, Therapeuten oder Jugendhilfe geleistet werden. Wichtig ist dem Team um die Leiterinnen Susanne Hämmelmann und Almut Inga Benter dabei, noch besser mit anderen Stellen im Sinne der Kinder zusammen zu arbeiten, sie setzen auf noch stärkere Vernetzung.
Auf dem Jugendhof arbeiten derzeit sechs Pädagogen, von denen zwei direkt auf dem Hof wohnen. Eine Hauswirtschafterin, ein Haushandwerker, eine Raumpflegerin sowie ein Zivildienstleistender unterstützen das Team.

Die Tiere bauen Stress ab
Neben pädagogischen Fachkräften sind dabei die Tiere vom Hof­hund Nils über Ponys, Schafe, Ziegen, Kaninchen und Meerschweinchen wichtige Unterstützer. Die beiden Leiterinnen setzen ganz bewusst auf tiergestützte Pä­dagogik: „Die Tiere wirken Stress reduzierend. Sie begegnen den Kindern ohne Vorurteile." Werde von den Jugendlichen schon mal ob des „Pädagogen-Gelabers" einfach dicht gemacht, sei der Zugang über die Tiere ein anderer. Mit einem Kaninchen auf dem Arm wird sogar der hyperaktive Junge sofort ruhig und fängt an mit dem Tier zu kuscheln. Würde er Aggressionen ausstrahlen, würde sich das Tier zurückziehen.
Die Hoftiere sorgen so nicht nur für ländliches Flair, sondern ermöglichen es den Kindern und Jugendlichen, den Umgang mit ihnen zu erlernen, sich um sie zu küm­mern und ein wichtiges Stück Kindheit zu erleben, aber auch Verantwortung zu übernehmen.
Teil des Konzeptes ist es, sich in der Region verwurzelt zu fühlen. Sich abzuschotten, das kommt für Team und Kinder nicht in Frage, sondern Kontakte in der Nachbar­schaft, zu den Schulen, die die Kinder besuchen und zu Vereinen sind gelebtes Leben, ebenso wie die gezielte Elternarbeit. Auch für viele Ehemalige ist man immer noch Anlaufstelle. Großen Stellen­wert in der pädagogischen Arbeit auf dem Jugendhof nimmt das Frei­zeitangebot von Selbstbehauptung über Sport und Musik ein.
Alles Bemühungen mit dem Ziel, dass die anvertrauten Kinder und Jugendlichen ihren Platz in der Gesellschaft finden, auf dem manchmal steinigen Weg dorthin werden sie begleitet. Die Leiterinnen betonen: „Wir backen kleine Brötchen, gucken, was den Kin­dern im Einzelfall gut tut und freuen uns über die kleinen Erfolge." Klar, dass die Freude besonders groß ist, wenn Schulabschlüsse be­standen oder Berufsausbildungen geschafft werden. Sicher sind sich die Pädagoginnen in dem Punkt, dass je früher interveniert und individuell gefördert werde, sich die Chancen jedes Einzelnen verbesserten.


 

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